Malaysia,  zwischendurch angemerkt

Hätte wäre Fahrradkette

So viele offene Fragen. Wer steigt in die zweite Bundesliga auf? Wie gut ist der neue Ferrari? Werden wir morgen früh auf den Philippinen sein? Keine Ahnung was die Antwort auf die ersten beiden Fragen ist, aber bei der letzten kann ich an dieser Stelle berichten.

Zur Ausgangslage: Wir sind noch auf Labuan und wollen heute Morgen um 08:30 Uhr die Fähre nach KK nehmen. Im Anschluss soll es dann 18:55 Uhr weitergehen mit dem Flugzeug nach Manila. Dort haben wir dann wiederum einen inländischen Flug nach Cebu. In Cebu wollen wir dann eine Nacht bleiben und mit der Fähre morgens (bereits samstags) auf die Insel Bohol bzw. Panglao weiterreisen.

Fussballfeld in Labuan. Hier wird sogar noch gespielt 😉

Doch wie sagt man so schön. Hätte wäre Fahrradkette. Es kam alles anders als gedacht.

7:50 Uhr: Wir kommen am Fährterminal an. Es ist sehr voll, wahrscheinlich weil es ein Freitag ist. Wir sind am Schalter endlich dran, doch die Fähre ging bereits eine halbe Stunde eher. Die nächste geht erst in 6 Stunden, dieses Ticket kaufen wir dann auch. Mit einem Kaffee vom Starbucks (und weil man da immer so schön sitzen kann) wollen wir uns aufmuntern. Dafür nehmen wir auch eine Taxifahrt zum Flughafen von Labuan hin (Fahrzeit 12min, Kosten 1,20€ mit Grab). Die nächsten vier Stunden verbringen wir hier. Es ist schön leer und klimatisiert.

Beispielfoto: Starbucks. Das hier ist glaube ich aus KK zuvor.

16:45 Uhr: Wir sind in KK mit der Fähre angekommen und machen uns direkt auf den Weg zum Flughafen. Mit dem Einchecken nach Manila gibt es keine Probleme. Wir hatten eigentlich mit mehr Fragen oder ähnlichem gerechnet. Am Gate sind wir dann auch 17:30 Uhr.

Neulich gelesen: Traumsammler von Hosseini. An dieser Stelle wird gerade analysiert, wonach wir unser Leben ausrichten. Der Angst oder den Wünschen?

18:20 Uhr: Das Boarden beginnt. Doch auf einmal erreichen uns noch weitere philippinische News wie: nicht genügend Testkits für Covid vorhanden, Palawan überlegt Quarantäne, Bohol lässt niemanden mehr auf die Insel, Airport wird zu Krankenhaus umgebaut und so weiter und so fort… mit anderen Worten: unser Herz sagt einsteigen aber der Verstand ist nicht ganz der gleichen Meinung. Ergebnis: wir canceln das Boarding. Wir wollen eigentlich nur noch unser aufgegebenes Gepäck zurück und uns neu sortieren. Mit etwas Aufwand (gerade bei der Passkontrolle gab es etwas Verwirrung) gelingt uns dies aber auch. Vielleicht haben wir für etwas Chaos gesorgt.

19:30 Uhr: Der Flieger nach Manila ist weg. Wir sind noch hier. Aber zumindest haben wir unser Gepäck wieder. Doch die Stimmung ist schon im Keller. Das Geld für die Flüge bekommen wir wohl kaum wieder. Unser verlängertes Visa ist auch für die Katze.

22:00Uhr: Wir sind immer noch am Flughafen. Flüge werden immer teurer. Wir werden wahrscheinlich nach Kuala Lumpur reisen und erst einmal eine Auszeit nehmen für einige Tage. Wir entscheiden uns letztendlich für einen Flug 23:45 Uhr nach KL. Kostenpunkt: 196 Euro. Der Flug hätte am nächsten Tag nur noch zusammen 100 Euro gekostet: aber wir wollten einfach nur noch weg und weiter und nicht noch eine erneute Nacht in KK verbringen.

2:35 Uhr (samstags): Wir landen pünktlich in KL und buchen ein Hotel von 7:00 Uhr bis 19:00 Uhr um erst einmal etwas zu schlafen. Bis zum Einchecken verbringen wir genervt am Flughafen. Die letzten 24h waren echt anstrengend. Aber das Tageshotel ist vollkommen in Ordnung und der Schlaf tut gut. Am Nachmittag buche ich ein Apartment für die nächsten sieben Tage.

18:00 Uhr: Wir checken ein. Alles läuft voll automatisch. In Zeiten von Corona der spahnsche Sollprozess. Das Apartment ist wirklich schön. Auch das Gebäude bietet mit Pool und Jacuzzi (beides mit Blick auf die Petronas-Tower) einigen Luxus. Im Café gönnen wir uns einen leckeren Mango-Smoothie-Bowl.

Blick über Kuala Lumpur von der Hotelterrasse im 42. Stockwerk.

21:00 Uhr: Wir suchen uns etwas zu essen. Ich merke auf den ersten Blick: diese Stadt wird mir gefallen. Das stimmt mich zufrieden. Wir schauen eine Folge Stranger Things (das Internet ist wirklich gut, der Fernseher hat Netflix) und lassen den Abend mit Chips ausklingen.

Pool, passend dazu kann man auch gleich etwas…

Wie es nun weitergeht? Keine Ahnung. Alles ändert sich stündlich. Eventuell bleiben wir erstmal länger hier und warten ab. Vielleicht sind wir auch in einer Woche in Thailand. Wer weiss das schon. Eins weiß ich hingegen: diesen Stress brauche ich nicht so oft und wie immer: man hätte einfach auf sein Bauchgefühl hören sollen. Vielleicht bekomme ich ja bald sogar einen malayischen Pass 😉

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