Malaysia

Kikiriki

Heute stand auch wieder eine Safari auf dem Plan. Diese sollte eigentlich erst um 6 Uhr beginnen, es ging dann aber schon um Mitternacht los. Vorausgesetzt, man zählt den Hahn von der Unterkunft dazu. Eigentlich dachte ich ja immer, wecken die einen mir ihrem Kikiriki am Morgen. Das ist aber ein Irrtum. Hier lassen sie einen erst gar nicht einschlafen. Der Lärm ging die ganze Nacht. So erübrigt sich auch die Frage, ob ich gut oder schlecht geschlafen habe – weder das eine noch das andere. Ich habe sehr schlecht geschlafen – was wohl nicht nur am Lärm, sondern auch an der fehlenden Klimaanlage lag.

Das zweite Tier auf unserer ganz individuellen Safari war dann ein riesiger Käfer an der Zimmerwand morgens um fünf Uhr. Da habe ich mir erstmal alle Mühe geben müssen – und auch ungeahnten Mut gezeigt – diesem eine Falle zu bauen. Das hat mehr oder weniger gut geklappt, man kann sich gar nicht vorstellen, wie schnell die dann doch unterwegs sind. Zwischen Fußmatte und Korb habe ich es dann aber doch irgendwie geschafft diesen nach draussen zu befördern.

Ein dicker fetter Käfer an der Wand
Eine Falle á la Stefan

Pünktlich um sechs Uhr saßen wir dann doch in unserem Boot. Es sieht schon toll aus, wenn sich morgens der Nebel über dem Fluss bildet. Das einzige was irgendwie auf dem Boot fehlte war nun ein anständiger Kaffee. Achso, es fehlte noch etwas: nämlich Tiere, und die gehören ja irgendwie zu einer Safari dazu. Ausser ein paar Affen, einem Lizzard und diversen Vögeln konnten wir in den zwei Stunden aber leider nichts entdecken. Keine Krokodile, keine Elefanten, keine Orang Utans. Aber das ist halt so bei einer Tour, wo man auf die Gutmütigkeit der Wildnis angewiesen ist. Schön war es trotzdem, weil die Natur an sich ja immer schon ein schöner Anblick ist. Nach zwei Stunden auf der Holzbank von dem Boot ist man aber dann auch wieder froh, wenn man wieder “daheim” ist.

Der Fluss am Morgen

Viel mehr stand heute auch gar nicht auf dem Plan. Wir haben uns nach dem Frühstück den ganzen Tag auf die Terrasse des einzigen Restaurants im Ort verdrückt. Somit konnten wir uns einmal intensiver dem Buchen von Unterkünften und so weiter beschäftigen. Auch ein neues Buch habe ich angefangen zu lesen. Es handelt sich dabei um den Roman „Traumsammler” von Khaled Hosseini. Ich habe von ihm bereits das Buch “Drachenläufer” gelesen und fand es sehr gut. Mal sehen, ich habe nach den ersten hundert Seiten jedenfalls ein gutes Gefühl.

Makaken, Makaken, Makaken

Übrigens haben wir für drei Mahlzeiten und diverse Getränke am Ende nur knapp 8 Euro bezahlt. Das war dann ein doch günstiger Tag am Ende und gefühlt einer der ersten, wo wir in unserem gesetzten Budget geblieben sind.

Im Dunkeln starten und im Hellen zurück.

Am Abend hat noch ein deutsches Pärchen im Hotel eingecheckt. So sassen wir noch 3 Stunden bis 21 Uhr vor der Unterkunft und haben uns bei Zigaretten und Bier (sie hatten einen 6er Träger Carlsberg dabei) über Gott und die Welt unterhalten. Es war mal wieder angenehm sich in deutsch zu unterhalten und ein gelungener Ausklang des Tages. Morgen stehen anstrengende 8 Stunden zurück nach Kota Kinabalu auf dem Plan.

Jetzt warte ich eigentlich nur noch auf das mitternächtliche Kikiriki und hätte vielleicht doch vorsorglich eine große Portion Hähnchenschenkel bestellen sollen. Gute Nacht.

2 Kommentare

  • Avatar

    Jacky.aeni

    Hey!
    Oh, da hat euch der Hahn ja ganz schön auf Trapp gehalten.
    Ich hoffe, du konntest danach wenigstens gut schlafen 🙂

    Die Fotos sehen jedenfalls toll aus und es klingt auch nach einem sehr gelungenen Ausklang. Ich kann mir gut vorstellen, wie sehr man sich freut, jemanden zu treffen, der die Muttersprache teilt.

    Lieben Gruß und weiterhin eine schöne Reise!
    Jacky

  • Avatar

    Stefan

    Hi danke der Nachfrage. Sagen wir mal so: ich habe es überlebt 😉

    Ja es ist immer schön, gerade weil wir uns selbst vorwiegend in Englisch unterhalten. Aber es darf auch nicht zu viel werden, sonst fehlt ja das Feeling weit, weit weg von daheim zu sein *fg

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.