Malaysia

Besuch bei den Sonnenbären und Orang Utans

Heute war der Plan uns zwei Auffangstation für Wildtiere anzuschauen. Zum einen gibt es hier eines für den Sun Bear und zum anderen für Orang Utans. Da der Minibus gerade abgefahren ist, als wir an der Busstation angekommen sind, mussten wir auf eine andere Linie ausweichen. Dieser fuhr aber nicht direkt zu unserem Ziel sondern nur zu einer “nahe” gelegenen Kreuzung. Von dort mussten wir uns dann noch einmal ein Grab nehmen. Die Fahrt insgesamt hat so pro Person 1,50 € gekostet. Entsprechend langsam war aber auch der Bus, welcher alle 25 m gehalten hat und im Schritttempo unterwegs gewesen ist.

Der wahrscheinlich langsamste Mini-Bus der Welt

Endlich angekommen sind wir dann in die Auffangstation für Sun Bears gegangen. Die Tiere werden hier für die Aussetzung in der Wildnis vorbereitet. Es gab davzwei verschiedene Aussichtsplattform, von wo man aus die Tiere beobachten konnte. Es wirkte alles ein bisschen wie im Urwald. Neben den Bären konnten wir auch Eichhörnchen und eine der giftigsten Schlangen der Welt entdecken. Diese war nur 1 m vom Pfad entfernt und so klein, dass wir sie ohne Hilfe eines Guards kaum hätten erkennen können. Nachdem Biss einer solchen Schlange ist man, ohne entsprechendes Gegengift, nach 2 Stunden vermutlich tot. Das war schon etwas erschreckend für mich. Allerdings sagte der Guard auch, dass die Schlange an der Stelle bereits seit über einem Monat so sitzt. Das war dann wieder etwas mehr beruhigender.

Wer die Schlange als erster findet, bekommt eine Postkarte 😉

Die Bären lieben es auf Bäume zu klettern und sich Honig zu holen, haben sich aber als wir da waren, nur auf dem Boden bewegt. Mit ihren langen Nasen und kräftigen Krallen sahen Sie schon etwas anders aus, als die Bären im heimischen Zoo. Insgesamt hat mir es hier gut gefallen und ich kann es durchaus empfehlen. Man hat das Gefühl, dass man durch den Eintritt von knapp 6 Euro etwas gutes tut.

Ein Sonnenbär beim Durchstöbern des Waldes

In der zweiten Auffangstation hat man sich um Orang Utans gekümmert. Da diese aber von 11 Uhr bis 14 Uhr geschlossen hat und wir natürlich 20 Minuten nach 11 da waren, mussten wir erstmal ein wenig Zeit im nahe gelegenen Café totschlagen. Ich habe mich nach einem Eiskaffee (kaltem Kaffee mit Eiswürfeln) allerdings auf einer schattigen Veranda breit gemacht und ein Nickerchen gehalten.

Was auch immer…

Der Eintritt war der gleiche wie auch zuvor, die beiden Stationen liegen auch direkt gegenüber. So kann man beide problemlos in einem Ausflug verbinden. Erstmal mussten wir alle Taschen und ähnliches einschließen. Später wusste ich auch warum, denn die Orang Utans können sich im gesamten Waldgebiet frei bewegen. Gelegentlich kommen hier auch Wildtiere. Dies natürlich hauptsächlich zur Fütterungszeit. Speziell dafür hat man hier ein Besucherzentrum gebaut wo man zwar hinter Glasscheiben, aber bei angenehmen Temperaturen, die Fütterung beobachten kann. Auch denke ich, ist dies auch für die Tiere angenehmer. Man weiss hier gar nicht, wer wen beobachtet.

Das Besucherzentrum hat uns sehr gut gefallen.
Wer beobachtet hier wen?

Draussen gab es auch so einen Futterplatz. Der hat mir aber nicht ganz so gut gefallen. Er hat sich draussen in der Natur befunden. Die Scharen an fotografierenden Besuchern, mich natürlich eingeschlossen, verbunden mit dem ganzen Gequatsche, hatte für mich ein etwas befremdliches Gefühl. Lag aber vielleicht einfach auch an der Hitze. Dennoch gefiel mir das Besucherzentrum mit seiner Ruhe und Klimaanlage viel besser.

Das sieht dann gar nicht mehr so schön aus, durch die kurzen Öffnungszeiten aber wahrscheinlich normal.

Gegen 16 Uhr sind wir dann wieder daheim. Wir haben uns wieder ein Taxi zur Kreuzung genommen. Unsere Hoffnung hier einen Bus zu erwischen, ist nach knapp 20 Minuten auch erfüllt worden. Ich mag das Benutzen von öffentlichen Verkehrsmitteln. Es gibt mir im Ausland das Gefühl von Abenteuer.

Mit diesem abenteuerlichen Bus ging es dann wieder zurück.

Am Abend gab es dann wieder local Food, diesmal von McDonalds ;-))) (es gibt hier nicht so viele Sachen, die ich mag und im Moment haben wir keine Lust auf Experimente)

Morgen geht es dann in die Wildnis für zwei Tage. Wir machen eine Flussrundfahrt durch den Urwald. Gute Nacht mit diesem aufregenden zehn Sekunden-Roboter-Tanz.

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