Malaysia

Von KK nach Sandakan

Heute stand wieder einmal eine längere Reise auf der Agenda. Es sollte von Kota Kinabalu nach Sandakan gehen und wie immer: wir waren mit 08:20 Uhr spät dran. Das war aber nicht weiter schlimm, da wir sowieso nicht genau wussten, wann der Bus eigentlich fährt. Unser Gefühl aufgrund von Recherchen im Internet tendierte zu neun Uhr.

Der Bus von aussen

So waren wir auch froh, dass sich schnell ein Grabtaxi gefunden hat. Die Reisezeit war mit 20 Minuten angegeben, aber wie mussten ja ausgerechnet ein Grab mit leerem Tank erwischen. So ging es erstmal gemütlich zur Tankstelle. Immerhin weiss ich nun, dass 9.56 Liter 20 MYD kosten. Die knapp 25minutige Fahrt war wie üblich in Malaysia mit 13 MYD (ca. 2,50€) extrem günstig.

Der Bus von innen

Danach ging es aber dennoch ganz flott voran so dass wir 10 vor 9 am Busbahnhof ankamen. Eigentlich hasse ich es, wenn die Leute einem irgendwas aufquatschen wollen, sofern man das Taxi verlassen hat. In diesem Fall, so ohne Orientierung und nur mit zehn Minuten Zeit ausgestattet, war das aber ganz hilfreich. So ging alles ganz schnell und wir saßen dann pünktlich zur tatsächlichen Abfahrtszeit 09:00 Uhr in unserem Bus nach Sandakan. Gekostet hat die sechsstündige Fahrt 43 MYD pro Person, was in etwa 9 Euro entspricht. Der Bus war nicht gerade neu, sah aber dennoch recht verkehrstüchtig aus. Von innen war alles schon ein wenig abgewetzt aber doch irgendwie bequem. Konkurrenz zu den so tollen Premium-Bussen in Japan ist es aber natürlich nicht, kostete aber halt auch nur ein Fünftel. Es waren auch mehrere Touristen an Board. Gedanken hätte ich mir aber nur gemacht, wenn nur Touristen im Bus gesessen hätten. So war aber alles fein.

Zweiter Rastplatz, links im Bild kommt eine Militärkolonne hereingefahren.

Die Fahrt an sich verging ganz gut. Allerdings waren unsere Plätze im Bus auf der falschen Seite – zum einen wegen der Sonne und zum anderen auch wegen der Aussicht. Von Kota Kinabalu nach Sandakan kann ich die linke Seite in Fahrtrichtung empfehlen. Teilweise war es auch auf unserer Seite atemberaubend, aber die bessere Aussicht hatte man definitiv gegenüber – und mehr Schatten auch. Pausen hat der Bus knapp alle 2h gemacht – hauptsächlich zum Vertreten der Beine. Zwischendurch gab es noch eine Polizeikontrolle wo der ganze Bus kontrolliert worden ist – das wirkte schon etwas befremdlich auf mich. Aber im Endeffekt dachte ich mir ist es ja auch gut, wenn Wert auf Sicherheit gelegt wird. Einiges habe ich im Vorfeld über Borneo gehört, aber das betrifft wohl nicht unsere Ziele – da verlasse ich mich auch ein Stück auf meinen Freund der die Hotels und Routen plant. Ich plane eigentlich nur mich selbst. Das gelingt aber nicht immer so gut, so hatte ich es wieder versäumt ausreichend Snacks für die Fahrt zu kaufen. Das wäre alles nicht so schlimm, wenn nicht gerade schräg gegenüber ein niederländisches Paar gesessen hätte, was einen Snack nach dem anderen hervorgeholt hat. Ich glaube, sie hatten einen ganzen 40l Backpacker-Rucksack nur mit Essen. Vielleicht waren es aber auch zwei, das konnte ich nicht so genau erkennen. Etwas neidisch hat mich das schon gemacht und wie 1990 zwischen Rijkaard und Völler bei der WM, hätte ich Ihnen auch gerne auf die Stulle gespuckt.

Fahrt durch die Wolken

Woran erkennt man eigentlich, dass man an der Endhaltestelle ist? Richtig, wenn nur noch Touristen im Bus sitzen und sich verblüfft angucken. Das war so gegen 15:30 Uhr. Die Endhaltestelle war aber wirklich etwas abseits gelegen. Ein Grab haben wir aber dennoch gleich gefunden. Diesmal war es auch vollgetankt, allerdings wirkte der Fahrer selbst auch etwas zu gesprächig. Vielleicht war er aber einfach nur nett – ich weiss das immer nicht so genau einzuordnen. Wir sind dann jedenfalls vollgedröhnt von der Stadtrundfahrt am Hotel angekommen. Als der Fahrer uns zu wissen gegeben hatte, dass er uns auch morgen zu den Affen und Nasenbären-Auffangstationen fahren kann, haben wie insgeheim beide beschlossen die öffentlichen Transportmittel zu benutzen. Ich hab noch Ärger von meiner Begleitung für meine 4 Ringgit Trinkgeld bekommen (weil zu viel), aber irgendwie dachte ich mir auch, hat er sich wirklich Mühe gegeben.

Oftmals bot sich ein schöner Ausblick

Sandakan selbst ist klein und hat einen schönen Hafen. Dort haben wir bei KFC gegessen (ist ja auch ein stückweit local food) und abends dann auch noch ein Bier getrunken (ich zumindest) und dabei den Blick aufs Wasser genossen. Im Vergleich zu Kota Kinabalu wirkt es hier alles etwas ärmer – zumindest sagt mir das mein Gefühl. Aber ich mag diese Städte und bin auch ein wenig gespannt, wie diese beiden Auffangstationen morgen aussehen werden. Ausser daheim bei Mutter, bin ich nämlich noch nie in einer gewesen. Gute Nacht.

Ein Bier zum Tagesabschluss

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