Orte der Welt

Angekommen in Hong Kong

Das eine Augenlid halbgeschlossen, das andere dreivierteloffen. So ungefähr fühlt es sich an bei 20 Stunden Flug inklusive 4 Stunden Transferzeit – dazu noch mit einer nicht allzu komfortablen Airline. Es ist ein ganz anderes Gefühl, als dass was man sich ursprünglich vorstellen würde, wenn man vor einem Jahr (hoffentlich vieler) Abenteuer steht und erst kürzlich seinen Job, Wohnung und Freunde fürs erste einmal “daheim” gelassen hat. Da überwiegen dann doch andere Sorgen – hat man alles dabei, haben alle Kündigungen funktioniert und vor allem auch macht man sich Stress, ja nur gesund bleiben zu müssen. Ich bin da, gerade beim Thema Gesundheit, manchmal etwas paranoid und die gewöhnlichen Wehwehchen beim Starten und Aufsteigen des Fliegers (Druck in den Ohren etc.) in 10.000 Meter Höhe werden dann schnell mal überbewertet.

Abflug in Berlin

Nichtsdestotrotz, wir sind wohlbehalten angekommen in Hong Kong. Im Endeffekt verging der Flug sogar relativ schnell, ich habe viel vor mir im Halbschlaf hingedöst und mich in den Wachphasen mit Gummitieren und oben erwähnten Gedankenspielen über Wasser gehalten. Auf dem Flughafen in Singapur gab es dann sogar etwas zu essen – Burger King. Das klingt sehr ärmlich und war auch ganz billig.

Zwischenstop in Singapur

Dank Furkans Vorbereitungen verlief in Hong Kong alles super problemlos. Eine Simcard hatte er online bereits als e-sim geordert, so dass wir auch notfalls immer noch im Internet hätten nachschauen können. So galt es lediglich etwas Bargeld am Automaten zu holen, die Octopus-Karte (notwendig für den Nahverkehr) zu kaufen und in den richtigen Bus einzusteigen. In unserm Fall war das die Linie A21 und ich konnte sogar einen Platz ganz oben vorne im Doppeldeckerbus ergattern. Dank google-maps ist es ja heute auch kein Problem mehr, den richtigen Zeitpunkt zum Aussteigen zu finden und das Hotel lag inmitten 7 gefühlter Rolex-Geschäfte auch gleich gegenüber.

Typische Hong Kong Architekturchaotik

Das Hotel ist einfach aber vollkommen in Ordnung, ich würde beinahe gemütlich sagen. Entgegen den Erwartungen hat es gar zwei Fenster und das Bett nimmt nicht 100% des Raumes ein – für Hong Kong in der Preisklasse unter 20 Euro die Nacht für 2 Personen schon erwähnenswert. Am Fahrstuhl verbringt man jedoch auch hier eine gute Portion Zeit seines Hong Kong-Aufenthaltes (2 Aufzüge für 16 Etagen).

Unser erstes “Dinner”

Das erste was wir gemacht haben war eine Runde ordentlich zu schlafen – bei Furkan wurden daraus gar 5 Stunden. Ich habe mir in der Zeit neue Schuhe gekauft, das stand ohnehin nämlich auf den Plan. Gegen Abend sind wir dann noch etwas Essen gegangen und wollten eigentlich auf einen Food-Night-Market, dort gab es aber fast ausschließlich Klamotten aber Schuhe hatten wir ja bereits. Gefunden haben wir letzten Endes ein einfaches japanisches Restaurant und der Reis war auch wirklich gut. Schade war nur, dass es entgegen dem Bild auf der Speisekarte fast ausschließlich Reis gewesen ist. Satt geworden sind wir trotzdem – dank etwas Backwaren bei breadtalk sogar mit etwas Geschmack im Mund bevor es dann auch zum Schlafen zurück ins Hotel ging.

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